(sp) Lüneburg. Die Maler Andrej Becker und Waldemar Drichel sind die
Träger des diesjährigen Kulturpreises. Bürgermeister Bernd Fischer
begrüßte die beiden Künstler und viele Gäste zur Verleihung des
Dr.-Hedwig-Meyn-Preises am Dienstagabend im Heinrich-Heine-Haus.
Galerist Hans-Jürgen Meyer hielt die Laudatio.
„Vielen sind die beiden Preisträger durch ihre Ausstellungen hier bei
uns in Lüneburg bekannt“, sagte Bürgermeister Fischer. „Dabei waren es
nie Gemeinschaftsausstellungen, obwohl die Künstler durchaus
Gemeinsamkeiten haben.“ Sowohl Andrej Becker wie Waldemar Drichel sind
Jahrgang 1957 und haben Malerei in Leningrad bzw. St. Petersburg
studiert, beide stammen aus der ehemaligen Sowjetunion, leben aber seit
einigen Jahren in Lüneburg, Drichel seit 1996, Becker seit 1999.
Künstlerisch aber gehen beide eigene Wege.
In
der Begründung des Kuratoriums für die diesjährige Auswahl heißt es
dazu: Waldemar Drichel setzt in immer neuen Formen das Vertraute dem
Unerwarteten aus, zeigt das Tragische in einer scheinbar heilen Welt.
Bekannt sind seine in Bewegung geratenen Stillleben. Andrej Beckers
Malerei fußt auf überlieferter Kunst und der Ikonenmalerei. Sie ist im
Kern ernst und findet dabei zu einer eigenen, in den Formen und der
Abstimmung der Farben sehr konzentrierten Farbe.
Die frühere Lüneburger Sozialdezernentin Dr. jur. Hedwig
Meyn, 1997 verstorben, hat den Preis gestiftet. Die Stadt vergibt alle ein bis
zwei Jahre aus den Erträgen ihres Vermächtnisses eine Auszeichnung für
herausragende Lüneburger Kulturschaffende. Das Preisgeld für Becker und Drichel
beträgt jeweils 3000 Euro.